Betreff: 62. Newsletter vom 23.01.2011 (23.01.11)
Hallo zusammen,
am Ende dieses Newsletters schicke ich einen Auszug aus dem aktuellen Newsletter von Herrn Kurtz, dem Leiter des Düsseldorfer Netzwerks "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)". Er informiert u.a. über das erfreulich positive Netzwerktreffen der Schulen in GV, bei dem er dankenswerter Weise einen sehr informativen und motivierenden Vortrag gehalten hat. Außerdem berichtet er über eine höchst interessante Studie zur Einstellung zum Umweltbewussten.
Am letzten Donnerstag war Frau Schnitzler, die Theaterpädagogin des Rheinischen Landestheaters, bei der iNAG und in einem sehr angergten Gespräch wurde u.a. verabredet Kurzfilme mit dem Handy zu drehen. Sie erwähnt die iNAG sehr ausführlich und positiv in der theaterpädagogischen Begleitmappe zu dem Science-Fiction Stück zum Klimawandel "Ein Tag im September" des RLT. Dort gibt sie auch die mit uns abgesprochenen Hinweise wie die Handy-Kurzfilme an sie weitergegeben werden sollen:
Die Schülerpaare sollen sich verabreden und gemeinsam mit dem Handy in der Freizeit einen Kurzfilm von 1-2 Minuten produzieren. Wenn der Film fertig ist, muss er auf www.youtube.de hochgeladen werden. Anschließend den Link des Films an lia@rlt-neuss.de mailen. 3 tage abwarten. Dann kann die ganze Klasse alle Filme gemeinsam ansehen. Einfach www.rlt-neuss.de aufrufen und auf der Startseite die Filme abrufen.
Am Fretag kommt eine Delegation von koreanischen Lehrern in das Pascal, um sich über unsere Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit zu informieren. Herr Kurtz hat den Kontakt zu uns hergestellt. Sie werden am Freitag gegen 11.30h im Pascal erwartet. Es wäre schön, wenn Schüler der iNAG auch anwesend wären. Kommt doch bitte gegen 11.30h ins iNAG-Büro, evtl. wird dann auch direkt der Pressetermin mit der NGZ stattfinden, der noch wegen der UN-Dekadeprojekt Auszeichnung aussteht. Herr Kurtz leitete die folgende Anfrage an uns weiter:
Eine Gruppe von vier koreanischen Lehrer/innen, die eine Deutschlandreise im Rahmen eines koreanischen Wettbewerbs zur Bildung für nachhaltige Entwicklung gewonnen haben, werden am Freitag, den 28.1.11 Station in Düsseldorf machen. Gesucht ist eine Netzwerkschule, die an diesem Tag die Lehrergruppe für 1 bis 1 1/2 Stunden in der Schule empfangen und über ihre Projekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung informieren kann/möchte. Vorher wird die Gruppe von mir im Umweltamt über die generellen Aspekte der Netzwerkarbeit informiert. Ankunftszeit der Gruppe in der Schule wäre dann an diesem Freitag etwa 11.00 Uhr. Die Verständigung wird von Frau Yang, der sehr gut Deutsch sprechenden Organisatorin der Tour, gewährleistet.
Bisher ist folgender Ablauf von uns geplant:
Die Gruppe wird in eine Klasse geführt (z.B. meine Klasse 8a in Raum A 2.07) zu einem kurzen Gespräch mit den Schülern, um unser Konzept der Raum- und Energiemanager vorzustellen. Außerdem könnten erste Gestaltungsansätze unseres Außengeländes gezeigt werden und im iNAG-/UNESCO-Büro könnten wir unsere Internetseite mit einer Auflistung aller unserer bisherigen Projekte zeigen und diese im Gespräch erläutern. Besonderes Interesse zeigt Frau Yang, die sich explizit unter mehreren Schulen für das Pascal entschieden hat, für unsere Erfahrungen einer Netzwerbildung der Schulen in GV.
Nun noch der Auszug aus dem Newsletter von Herrn Kurtz
Herr Kurtz schreibt:
Buchtipp
Passend zu unserem eventuellen Themenschwerpunkt Fairer Handel / Entwicklungszusammenarbeit (endgültig beschließen werden wir darüber auf der nächsten Sitzung am 9.2.11) hier ein neu erschienenes, grundlegendes Werk zur Frage der Bewältigung der globalen Armutskrise unter der Bedingung des Klimawandels:
Ottmar Edenhofer, Hermann Lotze-Campen, Johannes Wallacher, Michael Reder (alle Hrsg): Global, aber gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen, Verlag C. H. Beck, München 2010, 240 Seiten, 19,95 €
Das Buch wird bei der nächsten Sitzung unseres Netzwerks zur Ansicht vorliegen. Die Buchempfehlung als gescannter Artikel aus vdi-Nachrichten, 17.12.2010, S. 10 anbei.
European Energy Award für Düsseldorf
Über 100 Kommunen und Kreise in NRW unterziehen sich dem kontinuierlich kontrollierten Energiemanagement im Rahmen des European Energy Award (EEA). 28 Kommunen und Kreise erhalten jetzt den Award. Minister Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zeichnete die Kommunen und Kreise aus. Düsseldorf erhält diesmal eine Auszeichnung in Gold (2007 in Silber, seit 2003 nimmt Düsseldorf am Award teil). In einem externen Audit durch je einen nationalen und internationalen Prüfer erhielt die Landeshauptstadt 78 von 100 möglichen Punkten. Düsseldorf ist damit die einwohnerreichste Kommune, welche diese Auszeichnung bisher bekommen hat.
Außerdem wurden folgende Kommunen ausgezeichnet: Bielefeld, Bottrop, Borgholzhausen, Castrop-Rauxel, Dormagen, Duisburg, Dülmen, Essen, Everswinkel, Greven, Hagen, Heiden, Hemer, Herne, Hilchenbach, Ibbenbüren, Mülheim, Nottuln, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Saerbeck, Schloß Holte-Stukenbrock, Siegen, Telgte, Wuppertal sowie die Kreise Gütersloh und Warendorf.
Von unseren Partnern
13 Schulen kamen zum zweiten Treffen des Grevenbroicher Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung, zu dem das Schulverwaltungsamt für den 13.1.11 eingeladen hatte (beim ersten Treffen waren drei Schulen anwesend). Treibende Kraft hinter der überaus positiven Entwicklung sind die Akteure aus dem Pascal-Gymnasium (Schüler/innen wie Lehrer/innen), die es geschafft haben, mit ihren Projekten und Aktionen Interesse in der Grevenbroicher Öffentlichkeit und Unterstützung durch die Politik zu erreichen. Die anwesenden Schulvertreter/innen, darunter viele Schuleiter/innen, bekundeten Interesse an weiterer Zusammenarbeit. Weitere Treffen sind geplant. Ein erstes gemeinsames Vorhaben ist die Etablierung eines 50:50-Modells Energie-, Wasser-, Abfalleinsparung in Grevenbroich. Besondere Herausforderung hier: die Stadt fährt einen Nothaushalt, und rechtlich ist ein solches Projekt damit erst einmal nicht möglich (hier: Auszahlung eines Teilbetrags der Einsparung an die Schulen). Das Netzwerk will zusammen mit der Politik ausloten, ob die Bedingungen änderbar sind (es geht ja ums Sparen und damit um das Ziel eines Haushaltssicherungskonzepts) und damit ein solchen Vorhaben etabliert werden kann.
Neue Studie des Umweltbundesamts zum Umweltbewusstsein veröffentlicht
Aus der Presseinformation des Amts: “Wie eine im Frühjahr 2010 für das Umweltbundesamt (UBA) mit 2008 Personen durchgeführte Repräsentativumfrage zeigt, sind fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) der Ansicht, dass der Staat mehr für den Umweltschutz tun solle. 61 Prozent sprechen sich für eine Vorreiterrolle Deutschlands in der internationalen Klimaschutzpolitik aus. Und 85 Prozent der Befragten stimmen dem Statement zu: „Wir brauchen einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien“. Ähnliche hohe Akzeptanzwerte erreicht das umweltpolitische Ziel „Erhöhung der Energieeffizienz“. Große Beiträge des Staates – mittels strengerer Gesetze sowie Streichung umweltschädlicher Subventionen – erwarten rund drei Viertel. “Die Umfrage widerlegt Befürchtungen, dass die Finanzkrise den Umweltschutz in den Augen der Menschen in Deutschland weniger wichtig machen würde.“, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth.
Hohe umweltpolitische Erwartungen richten die Befragten neben dem Staat vorrangig an die Wirtschaft: Große Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz können nach rund 90 Prozent der Befragten die Industrie und die Energieversorger leisten, in dem sie umweltfreundlicher produzieren. Dass die Automobilindustrie durch die Entwicklung umweltfreundlicher Autos viel tun kann, sehen rund 85 Prozent.
Eine Mehrheit der Befragten sieht auch Möglichkeiten selbst etwas für den Umweltschutz zu tun: Hier sehen im Bevölkerungsdurchschnitt zwischen 58 und 68 Prozent der Befragten die Chance durch umweltfreundliches Konsumverhalten oder weniger Autonutzung sowie weniger Flugreisen einen Beitrag zu leisten. Viele Bürgerinnen und Bürger sind in ihrem Verbraucherverhalten umweltbewusst: Zwei Drittel der Befragten kaufen nach eigener Aussage gezielt Produkte, welche die Umwelt möglichst wenig belasten. Über die Hälfte boykottiert Produkte von Firmen, welche sich nachweislich umweltschädlich verhalten. Das bekundete Umweltbewusstsein schlägt sich aber noch nicht durchgängig in einem entsprechenden Umweltverhalten nieder. So haben nur acht Prozent der Deutschen bislang auf Ökostrom gewechselt.
In der Umweltbewusstseinsstudie 2010 wird erneut das Milieumodell des Sinus-Instituts verwendet. Dabei zeigen sich teilweise erhebliche milieuspezifische Unterschiede im Umweltbewusstsein und -verhalten. Vor allem das Sozialökologische Milieu ist besonders und relativ konsistent umweltinteressiert. Die sozial benachteiligten, gelegentlich aber auch die eher konservativ eingestellten Milieus sehen zwar ebenfalls die Notwendigkeit und die Chancen von Umwelt- und Klimaschutz im allgemeinen recht deutlich, sind aber oft zurückhaltender im Hinblick auf umweltpolitische Forderungen und Handlungsbereitschaften. Generell sind unter Menschen mit niedrigeren Einkommen die Anteile der Befragten geringer, welche große Umweltschutz-Potenziale der Akteure sehen.
Auch beim Potenzial für kulturelle Innovationen in der Gesellschaft sind milieuspezifische Unterschiede festzustellen: Beispielsweise findet jeder vierte Autofahrer Car-Sharing attraktiv, darunter sind vor allem jüngere und gut gebildete Personen, Frauen und Westdeutsche. Auch würde die Hälfte der Bevölkerung die Möglichkeit begrüßen, Gegenstände des täglichen Bedarfs wie elektrische Haushaltsgeräte, Gartengeräte oder Renovierungsutensilien gegen Gebühr im unmittelbaren Wohnumfeld auszuleihen. Gut Gebildete und Personen mit höherem Einkommen sind hierbei deutlich stärker vertreten.
Ähnliche soziale Unterschiede zeigen sich auch beim Anteil an Engagierten im Umwelt- oder Naturschutz, der sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt hat: von vier Prozent in 2008 auf neun Prozent in der aktuellen Umfrage. Dabei sind Mitglieder von Umwelt- und Naturschutzverbänden häufig gut gebildet und verfügen über ein hohes Haushaltsnettoeinkommen.
Die aktuelle Studie steht unter http://www.uba.de/uba-info-medien/4045.html zum Download bereit.”
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Herzliche Grüße
Ansgar Laufenberg für die iNAG