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Betreff: 55. Newsletter vom 02.11.2010 (02.11.10)

Hallo zusammen,

Frau Stahlmann hat einen neuen Bericht aus Äthiopien geschickt und dies wollte ich zum Anlass nehmen kurz über die neusten Entwicklungen zu berichten. Im Dezember wird dem Pascal der Status "mitarbeitende UNESCO-Projektschule" verliehen und am 25.11.2010 wird das 2. Netzwerktreffen Bildung für nachhaltige Entwicklung der Schulen in Grevenbroich im Rathaus stattfinden. Damit hat es einen offizielleren Charakter und wir hoffen, dass viele Schulen kommen werden. Im Schulprogramm werden die Punkte "UNESCO-Arbeit" und "Nachhaltigkeit" in Form der "PASCAL 21-Agenda" eingearbeitet und der nächsten Projektwoche im Sommer wird ein allgemeiner für alle Klassen und Stufen gültiger "UNESCO-Projekttag" durchgeführt, damit alle Lehrer und Schüler über die Ziele einer UNESCO-Projektschule informiert sind. Wir warten außerdem täglich auf die Entscheidung, ob das Pascal als eine von sicher sehr wenigen Schulen in Deutschland zum zweiten Mal zum UN-Dekadeprojekt auausgezeichnet wird. Am Freitag, 05.11.2010, wird die diesjährige Fortbildung der Raum- und Energiemanager stattfinden, um so unserer Rolle als Pilotprojekt bei der Kampagne "Ressourcenschonende Schule in GV - 50:50 Programm" gerecht zu werden.
Die iNAG hat daher m.E. ihre bei der Gründung gestellte Aufgabe der Implementierung des Nachhaltigkeits-Gedankens am Pascal-Gymnasium erfüllt und wird sich zum Jahreswechsel in "UNESCO-AG" umbenennen, das Büro wird weiterhin donnerstags von 14.15 bis 17.30h geöffnet sein und alle aktiven und engagierten Schüler können sich dort bei der UNESCO-Arbeit (bei der die Nachhaltigkeit einer der 4 essentiellen Teilbereiche ist) einbringen. Der Unterschied ist dann, dass die AG prinzipiell auch allen interessierten Lehrern offen steht, um Projekte im Rahmen einer UNESCO-PROJEKTschule durchzuführen. Allen beteiligten Schülern möchte ich deshalb an dieser Stelle nochmals für ihre Mitarbeit danken und zu dem Erfolg des gemeinsam erreichten Ziels gratulieren.
Auf der Homepage des Pascals kann man übrigens über einen Link immer die aktuellen Solarerträge der von der iNAG instandgesetzten Anlage ablesen.
Im Anschluss an diesen Newsletter nun den aktuellen Bericht von Frau Stahlmann aus Addis Abeba.
Herzliche Grüße
Ansgar Laufenberg für die iNAG


Addis Abeba, 2.11.2010

Liebe Mitglieder der iNAG,

ich hoffe, das eure AG erfolgreich läuft. Was mich angeht, denke ich, dass es wieder einmal an der Zeit ist, über die Aktivitäten hier vor Ort zu berichten. Eine gute Nachricht vorab: Heute Morgen habe ich die Nachricht erhalten, dass mein Antrag an die Deutsche Botschaft für ein sog. Kleinprojekt positiv beschieden wurde. Das heißt, dass zwei Schulen, die der „Pascal Teachers Group and Schools“ angehören eine Grundausstattung für naturwissenschaftliche Fächer erhalten, die sich hier im Lande sehen lassen kann. Dazu gehören Unterrichtsmaterialien für Physik und Chemie, ein Experimentiertisch und zwei Schränke, um die Sachen unterzubringen. Dieses Jahr habe ich auch noch je zehn Mikroskope für Biologie mit einbezogen. Die Anträge mit Kostenvoranschlägen habe ich schon vor Monaten eingereicht. Da wir aber eine neue Botschafterin vor Ort haben, ging es nicht richtig voran. Nun endlich liegt die Zustimmung vor, und ich kann loslegen, um alles zu bestellen, den Transport zu organisieren und vor allen Dingen zu bezahlen. Ich bin die Vertragspartnerin der Botschaft. Die betroffenen Schulen mitsamt ihren Schulleitern und Verwaltern kriegen keinen Pfennig in die Finger. Denen wird nicht getraut. Ich muss zu guter Letzt bei der Botschaft Belege vorlegen und abrechnen. Die Gesamtkosten betragen ungefähr 8.000 Euro. Ich hoffe, dass alles noch dieses Jahr über die Bühne geht, dann werde ich im nächsten Jahr einen weiteren Antrag stellen. Das alles geht nicht vom Geld des Pascal-Gymnasiums ab, aber die iNAG ist die Basis von allem. Die Botschaft, d.h. der zuständige Sachbearbeiter und die Botschafterin, haben sich bei der Zustimmung davon leiten lassen, dass die anzuschaffenden Gegenstände unter Anleitung benutzt werden, was sehr wichtig ist. Die iNAG ist also des Pudels Kern, und das ist sogar in meinem Antrag an die Botschaft nachzulesen.

Die Workshops für die Lehrer der beteiligten Schulen halten wir regelmäßig ab. Ich habe mich aber mit Anschaffungen zurückgehalten, weil nach so einer größeren Lieferung an bestimmte Schulen erfahrungsgemäß einige Lehrer selbst mit Vorschlägen kommen. Ich kann dann auch besser verteilen.

Gerade jetzt war ein deutsches Ehepaar hier, beides Augenärzte, die im Lande bereits mehrere Augenkliniken ins Leben gerufen haben, an denen fleißig am grauen Star operiert wird, was hier aufgrund der starken Sonneneinstrahlung noch häufiger vorkommt als in Deutschland. Diese Augenärzte haben vor einigen Jahren innerhalb einer Elementarschule, d.h. einer Schule vom 1. bis 8. Schuljahr, eine Abteilung für die Unterrichtung von blinden Kindern zusammen mit Sehenden gegründet und die Ausbildung von Lehrern hierfür finanziert. Jetzt haben sie von einer Gesamtschule in Bremen einen hohen Betrag zur Verfügung gestellt bekommen, mit dem sie in der gleichen Schule und in der Umgebung so ein Programm zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts aufbauen wollen. Es ist genügend Geld da, um in Deutschland pensionierte Fachlehrer anheuern zu können, die hier für kurze Zeit Lehrer anleiten wollen. Es wird nun versucht, die Dinge langsam in die Wege zu leiten. Die Unterrichtsmaterialien soll ich hier vor Ort kaufen. Für genügend Arbeit für mich ist also vorerst gesorgt. Mich freut dabei immer, wie die Saat aufgeht.

So, liebe Schüler der iNAG, das war vorerst das Neueste aus dem Projekt, das ihr euch auf die Fahnen geschrieben habt. In den Weihnachtsferien werde ich voraussichtlich nach Deutschland kommen und dann hoffentlich dazu kommen, euch in einer Sitzung zu besuchen.

Mit vielen Grüßen aus dem sonnigen Addis Abeba an alle, die sich für die AG interessieren

Ursel Stahlmann



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NEWS
- Pilotprojekt 50:50 am Pascal: "Ressourcenschonende Schule in GV"
- ökologische Gestaltung des Schulgeländes zum "Trittstein im Biotopverbund"
- wöchentliche Treffen der UNESCO-AG
- Betreuung des Netzwerks BNE der Grevenbroicher Schulen: 5. Netzwerktreffen am Mi, 15.02.12 um 15.00h im Pascal
- täglicher Fair-Trade-Verkauf
- Mitarbeit im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen
- Vorbereitung der Zentralveranstaltung des internationalen Projekttages der UNESCO-Projektschulen in NRW am 30.04.2012
- Vorbereitung der UNESCO-AG-Berlinfahrt im kommenden Sommer
- Planung eines Äthiopienaustauschs
- Einführung des "freiwilligen ökologischen Jahres" am Pascal
- Handy-Sammelaktion für Äthiopien
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