Betreff: 37. Newsletter vom 29.10.09 (29.10.09)
37. Newsletter vom 29.10.09
Inhalt:
1. Einladung zum nächsten Filmnachmittag am 03.11.09 um 15.15h
2. Adventsaktion „Straßenkind für einen Tag“
3. Blog vom iNAG-Mitgründer Tobias zu seinem Sozialen Jahr in Costa Rica
4. Verleih von Energieverbrauchs-Messgeräten
5. Wetterstation am Pascal und Anzeigetafel für Solaranlage
6. Pascal-Gymnasium als „interessierte Unesco-Projekt-Schule“
7. Einführung von Recyclingpapier in Grevenbroicher Schulen
8. Wettbewerb der Allianz-Umweltstiftung und weitere Wettbewerbe
9. iNAG-Teilnahme am Tag der offenen Schule
10. Netzwerk Grevenbroicher Schulen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung
11. PASCAL 21-AGENDA
ad 1: Einladung zum nächsten Filmnachmittag am 03.11.09 um 15.15h
Alle Interessenten sind herzlich am kommenden Dienstag im Sowi-Fachraum (1007) zur Vorführung des 3. und letzten Teils der BBC- Dokumentation zum Klimawandel „Die Folgen der Erwärmung“ eingeladen. Am Anfang der Dokumentation erfolgt eine kurze Zusammenfassung der ersten beiden Teile, so dass jeder den Ausführungen folgen kann, auch wenn er oder sie die ersten Teile verpasst haben sollte.
Als Gast erwarten wir Frau Stahlmann, die uns kurz von den neuesten Entwicklungen in Addis Abeba und von Arne Sell berichten wird, der sein Soziales Jahr dort an der German Church School ableistet.
ad 2: Adventsaktion „Straßenkind für einen Tag“
Auf Anregung von Herrn Bock plant die iNAG am 2. und 3. Adventssamstag (die Zustimmung von Herrn Schauf vorausgesetzt) eine Aktion in der Grevenbroicher Fußgängerzone mit dem Titel „Straßenkind für einen Tag“, bitte merkt Euch bei Interesse diese Termine schon einmal vor. Gleiches gilt für den 4. Adventssamstag, den 19.12., an dem das Ehemaligentreffen mit Benefizfußballturnier stattfinden soll bei dem die iNAG das Catering übernehmen wird. Die Erlöse gehen an das Schulhilfsprojekt von Frau Stahlmann und werden für den Ankauf einheimischer Baumarten für die von Frau Arndt-Uhlig geplante Baumschule verwendet.
ad 3: Blog vom iNAG-Mitgründer Tobias zum Sozialen Jahr in Costa Rica
Tobias lädt alle iNAG-Mitglieder und weitere Interessierte ein, seinen Blog zu abonnieren. Die Zugangsdaten zu dem Blog lauten:
Link: http://tobikrusecostarica.myblog.de/tobikrusecostarica/
Passwort: Banane
Er schreibt: „Ihr könnt das Passwort gerne an Freunde und Bekannte weitergeben, die sich dafür interessieren, was ich hier so mache. Wichtig ist mir nur, dass nicht jeder, der im Internet sucht den Blog finden und lesen kann!!!!“
ad 4: Verleih von Energieverbrauchs-Messgeräten
Durch die Teilnahme an Wettbewerben im letzten Jahr verfügt die iNAG über eine größere Zahl von Energieverbrauchs-Messgeräten, die den elektrischen Verbrauchern durch einfaches Einstecken vorgeschaltet werden können und genaue Auskunft über elektrischen Standby- und Betriebs-Verbrauch geben. Dienstags zwischen 15.15h und 17.30h (außer an den ersten Dienstagen im Monat, wenn die Filmnachmittage stattfinden) können diese Geräte kostenlos im iNAG-Raum ausgeliehen werden.
ad 5: Wetterstation am Pascal und Anzeigetafel für Solaranlage
Im Rahmen der Zuteilung der Solaranzeigetafel hat das Pascal auch eine Wetterstation mit drahtlosem Funkmeldesystem erhalten, die sehr wahrscheinlich außen am Erdkunderaum (das Anzeige-Display innen im Erdkunderaum) montiert werden wird.
Dem Pascal wurde eine Frist bis spätestens Mitte 2010 eingeräumt, um nach erfolgreicher Installation einer neuen Solaranlage kostenlos die Anzeigetafel für den erzeugten Solarstrom eingebaut zu bekommen (der Gesamtwert der Anzeigen-Module, des web-logs und des Einbaus beträgt 2000,- Euro).
ad 6: Pascal-Gymnasium als „interessierte Unesco-Projekt-Schule“
Auf der Elternpflegschaftssitzung und der gestrigen Lehrerkonferenz wurde das Konzept der Unesco-Projekt-Schulen (ups), die in einem internationalen Netzwerk organisiert sind, vorgestellt und von den meisten Anwesenden als interessante Perspektive für das Pascal aufgenommen. Die Schritte zum Status einer offiziellen Unesco-Projekt-Schule lauten: 1. Zustimmung zur Bewerbung als ups (voraussichtlich bei der nächsten Lehrerkonferenz und Schulkonferenz); 2. interessierte ups; 3. mitarbeitende ups (ca. 2 Jahre); 4. offizielle ups. Nähere Informationen zu dem Konzept der ups finden sich unter: http://www.ups-schulen.de/index.php
ad 7: Einführung von Recyclingpapier in Grevenbroicher Schulen
Aus dem Düsseldorfer Netzwerk für BnE haben wir den Tipp erhalten, dass der gesamte interne Schriftverkehr der Stadt und vieler Schulen in Düsseldorf auf Recyclingpapier umgestellt wurde nachdem sich die Papierqualität v.a. auch für das Kopieren deutlich gebessert hat. Herr Kames befürwortet ebenfalls eine Umstellung und wird die Informationen, die uns Herr Kurtz, der Leiter des Düsseldorfer Netzwerks, zur Verfügung gestellt hat, an den zentralen Einkäufer für die Schulen in Grevenbroich weitergeben. Weitere Informationen zu dem Thema gibt es bei der Initiative 2000plus – Schulmaterial aus Recyclingpapier: www.treffpunkt-recyclingpapier.de/initiative/
ad 8: Wettbewerb der Allianz-Umweltstiftung und weitere Wettbewerbe
Gestern hat die iNAG den Beitrag für den ersten Wettbewerb in diesem Schuljahr eingereicht, den Wettbewerb der Allianz-Umweltstiftung. Eine Vielzahl von Wettbewerben läuft noch und alle an ökologischen, naturwissenschaftlichen oder sozialen Themen interessierten Schüler können sich bei uns melden und die Wettbewerbsunterlagen kopieren und alleine oder in kleinen Gruppen Beiträge entwickeln. Alle Wettbewerbsunterlagen hängen im SV-/iNAG-Raum an einer Pinnwand aus, demnächst auch im PZ und im Lehrerzimmer. Es ist nochmals zu betonen, dass die Teilnahme an solchen Wettbewerben als Teil der Begabtenförderung zu sehen ist und sich sehr vorteilhaft in späteren Bewerbungsmappen ausmacht.
Die iNAG wird sich mit ihrem Gesamtkonzept (inklusive dem Aufbau eines Netzwerks Grevenbroicher Schulen zur BnE) an allen diesen Wettbewerben anmelden, da uns aufgrund der Vielzahl unserer Aktivitäten kaum Zeit für Einzelbeiträge bleibt.
ad 9: iNAG-Teilnahme am Tag der offenen Schule
Die iNAG wird sich an diesem Tag der offenen Schule in ihrem Sitzungsraum mit ihrem Konzept präsentieren, alle iNAG-Mitglieder kommen bitte am Samstag 14.11. in unseren Raum, um interessierten Eltern Rede und Antwort zu stehen. Ein Präsentationskonzept müssen wir noch am Dienstag, 10.11., bei unserem nächsten regulären Arbeitstreffen besprechen. Auch der Fair-Trade-Verkauf wird an diesem Tag stattfinden.
ad 10: Netzwerk Grevenbroicher Schulen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung
Für Ende November planen wir die Eröffnungsveranstaltung des Netzwerks Grevenbroicher Schulen für BnE. Die iNAG wird vorerst die Organisation und Durchführung dieser alle 6 Wochen stattfindenden Treffen übernehmen. Frau Kwasny hat ihre Schirmherrschaft zugesagt, der Jugendrat unterstützt das Projekt und Herr Schauf hat uns erlaubt, dieses Netzwerk am Pascal zu beheimaten. Das Düsseldorfer Netzwerk BnE, das seit 10 Jahren unter der Leitung von Herrn Kurtz sehr erfolgreich arbeitet, dient uns als Vorbild und Herr Kurtz hat uns zugesagt einen Vortrag bei der Eröffnungsveranstaltung zu halten und uns im weiteren mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wir werden alle Schulen in GV anschreiben und bei Interesse je zwei Schüler, Lehrer und Eltern sowie Vertreter von Stadtverwaltung und Schulamt einladen.
Unter dem folgenden Link kann eine sehr informative Broschüre des Düsseldorfer Netzwerks als pdf heruntergeladen werden, die die Möglichkeiten eines solchen Netzwerks deutlich demonstriert: http://www.umweltschulen.de/download/klimaschutz.pdf
ad 11: PASCAL 21-AGENDA
Aus den Vorschlägen seitens vieler Schüler und Lehrer, die wir in der Aktionswoche zur UN-Dekade gesammelt haben, wurde der folgende Vorschlag als Ergänzung bzw. Anhang zum Schulprogramm entwickelt, um die Belange der Nachhaltigkeit deutlicher im Schulleben zu verankern:
PASCAL 21 AGENDA
Präambel
Das Pascal-Gymnasium nimmt im Interesse nachfolgender Generationen aktiv die Anregungen der Erklärung von Rio de Janeiro von 1992 und des nationalen Aktionsplans Agenda 21 hinsichtlich einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) auf, mit dem Ziel, dass in Kooperation von Schülern, Lehrern und Eltern Antworten auf die dringenden Zukunftsfragen der Menschheit und Verhaltensregeln für den Einzelnen gesucht werden. Eine Steuerungsgruppe etabliert ein System „Umwelt- und Nachhaltigkeits-Management“ und untersucht jede schulische Maßnahme im Vorfeld unter den Aspekten der Nachhaltigkeit. Dabei bieten sich die Untergliederung in drei Bereiche an:
1. Schulgebäude
Sowohl durch bauliche und technische Maßnahmen, als auch durch verantwortliches Nutzerverhalten soll die Gesamtenergiebilanz des Schulgebäudes und der darin verwendeten Materialien verbessert werden.
Folgendezentrale Maßnahmen werden vorgeschlagen:
- Die Benennung von Raum- bzw. Energie-Managern pro Klasse bzw. Oberstufenkurs, sowie die Schulung von Schülern und Lehrern kann zu einer erheblichen Energieeinsparung beitragen.
- Bewegungsmelder bzw. Helligkeitssensoren werden nachgerüstet oder bei der Erneuerung von Lampen mit eingeplant.
- Interessierte Schüler nehmen an Wettbewerben teil, um so konkrete Ideen zu mehr Energieeffizienz zu entwickeln.
- Papiermüll wird in Zukunft in allen Räumen vom Restmüll getrennt gesammelt und entsorgt.
- Kopier- und Druckerpapier sowie Hefte und Ringbücher werden möglichst weitgehend auf Recyclingpapier umgestellt.
- Gemeinsam mit der Stadt und weiteren kooperierenden Schulen wird ein 50:50 Energiespar-Anreizprogramm entwickelt, wobei die Gewinne gemessen an einem zu ermittelnden Referenzjahr, die durch Energieeinsparung und Müllvermeidung erzielt werden, zur Hälfte an die teilnehmenden Schulen gehen.
- Einbau und Betrieb einer schuleigenen Solaranlage sowie die Sichtbarmachung des eingesparten CO2s mittels einer Anzeigetafel im PZ werden in Angriff genommen, eine Schülerfirma, die sich dieser Aufgabe widmet wird gegründet.
- Die energetische Sanierung der Fenster, der Gebäudehülle und der Dächer wird Stück für Stück vorangetrieben.
2. Schulgelände
Das Schulgelände soll langfristig mit Blick auf funktionale, soziale und biologische Aspekte umgestaltet werden.
Folgende zentrale Maßnahmen werden vorgeschlagen:
- Die dauerhafte Anlage und Pflege eines Schulgartens.
- Einrichtung weiterer Nutzungsmöglichkeiten für die Schüler (Trimm-Dich-Pfad, Sportfelder, Sitz- und Liegemöglichkeiten, SV-Bauwagen etc.)
- Das Schulgelände soll langfristig zum „Trittstein im Biotopenverbund“ werden und hierfür gesonderte Zonen ausweisen.
- Dach- und Fassadenflächen sollen wenn möglich begrünt werden.
- Die Einrichtung eines „grünen Klassenzimmers“ wird abgeschlossen.
- Eine Baumschule einheimischer Baumsorten wird als Anschauungsobjekt angelegt
- Das Schulgelände wird mit Hecken umpflanzt, die einer Steigerung der Artenvielfalt dienen.
3. Ganztagschule
Im Zuge der Einführung des Ganztags soll ein Programm zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ etabliert werden, um so das Bewusstsein für das Zusammenspiel von Ökologie, Ökonomie und Sozialem zu schärfen. Ziel ist es, in jeder Alterstufe Aspekte der Nachhaltigkeit zu verankern und fächerübergreifende Ansatzpunkte zu liefern, die deutlich machen, dass es sich um ein Querschnittsthema handelt, das ein vernetztes Denken ermöglicht.
Folgende zentrale Maßnahmen werden vorgeschlagen:
- Die Anerkennung als „Unesco-Projektschule“ wird angestrebt, um so das Schulleben auf verbindliche Werte zu fokussieren und um die Vorteile und Anregungen eines weltweiten Netzwerks zu nutzen.
- Die gastronomischen Angebote an der Schule sollten nach den Gesichtspunkten von ökonomischer und ökologischer Tragfähigkeit ausgesucht werden.
- Es werden regelmäßige Veranstaltungen, Exkursionen und Fortbildungen zum Thema BnE durchgeführt (Expertenvorträge, Wettbewerbsteilnahme, Klimaexpedition (Germanwatch), Nachhaltigkeitsfahrt nach Bonn (Bundeswehr), Gründung einer Schülerfirma etc.)
- Die Schule engagiert sich für ein Hilfsprojekt in Äthiopien, um so Schüler zu einem sozialen Engagement anzuregen.
- Eine Kooperation Grevenbroicher Schulen zum Thema BnE wird angestrebt und die Gründung eines Netzwerks wird so bald wie möglich durchgeführt.
4. Appendix
Es folgt nun eine Auflistung der von den Schülern, Schülerinnen und Lehrern im Rahmen der Aktionswoche der UN-Dekadeprojekte im September 2009 beigesteuerten konkreten Maßnahmen und Ideen zur Verbesserung der Nachhaltigkeits-Bilanz am Pascal-Gymnasium geordnet nach den drei gängigen Kriterien Ökologie, Ökonomie Soziales.
Ökologie
- Etablierung eines schuleigenen oder städtischen Wettbewerbs zum Thema Nachhaltigkeit.
- Verwendung umweltfreundlicher Farben und Produkte im Kunstunterricht.
- Papiertüten in der Cafeteria.
- Verbesserte Weitergabe von Infomaterialien, z.B. durch Öffnung des iNAG-Büros während der Pausen.
- Nachhaltige Energieversorgung der Schule, evtl. Einbau einer Solaranlage oder Bezug von Ökostrom.
- Fahrgemeinschaften von Schülern und Lehrern.
- Mehr Bus, Bahn und Fahrrad fahren.
- LED-Beleuchtung.
- Ein Drittel der Stromkosten bei Benutzung der Licht- und Musikanlage werden in die Photovoltaikanlage investiert.
- Müllsammeln in der Umgebung des Schulgeländes und im Bend.
Ökonomie
- Aufbau einer Schülerfirma „Pascal Energy“, die sich um die Energiebilanz des Pascal Gymnasium kümmert und den Einbau und den Betrieb sowie die Sichtbarmachung per Anzeigetafel einer Solaranlage zur Aufgabe hat.
- Mitarbeit von Schülern in der Cafeteria.
- Mehr Kooperation mit außerschulischen Partnern.
- Sparsamerer Umgang mit Kopierpapier.
- Etablierung und Teilnahme an einem 50:50 Energiesparanreizprogramm.
- Regelmäßige Durchführung freiwilliger Sponsored Walks für verschieden Projekte.
Soziales
- Aufbau einer Schülerfirma, die den Fair-Trade-Verkauf betreut.
- Mehr Zivilcourage gegenüber Umweltverschmutzern.
- Sozialstunden für Umweltverschmutzer bzw. für das Nicht-Recyceln von wieder verwertbarem Abfall.
- Spendenaktionen für Kinder in der Dritten Welt.
- Unterstützung außerschulischer Partner.
- Dem Thema Ehrenamt mehr Beachtung schenken.
- Unterstützung des Schul-Hilfsprojekts in Äthiopien.
- Teilnahme an der Aktion Social Day für Projekte in Afrika.
- AGs zum Thema Schul- bzw. Schulhofverschönerung.
Vielen Dank für das Interesse und mit freundlichen Grüßen
Ansgar Laufenberg für die iNAG